LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Volles WM-Programm für Anne Reuschenbach und Margret Göttnauer (HK-Art-Sen-WM)

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 21.3.2019:


Main-Taunus – Die Saison der Hallen-Leichtathletik - Seniorinnen/Senioren - neigt sich dem Ende entgegen und das mit einem Höhepunkt. Vom 24. – 30.3. März werden im polnischen Torun nach 2015 die 8. Hallenweltmeisterschaften mit Winterwurf ausgetragen. Eingebunden ist auch die WM im Crosslauf, 10 km Straßenlauf und der Halbmarathon. Aus dem Main-Taunus-Kreis ist die LG Bad Soden/Neuenhain/Sulzbach) mit Anne Reuschenbach (W 35), Margret Göttnauer, Brigitte Lemence (beide W 65) und Arne Reuschenbach (M 40) vertreten. Dabei können Anne Reuschenbach und Margret Göttnauer bereits auf WM-Erfahrung nebst Medaillengewinnen verweisen. Auch in diesem Jahr sind beiden Medaillengewinne zuzutrauen. Arne Reuschenbach und Brigitte Lemence hingegen feiern auf dieser Ebene Premiere.
Anne Reuschenbach reist gar als Titelträgerin im Diskuswurf, Gewichtwerfen und Stabhochsprung an. Den Titel im Stabhochsprung wird sie wegen anhaltender Achillessehnenbeschwerden nicht verteidigen können. Dem fällt auch der Dreisprung zum Opfer.

Medaillen peilt Reuschenbach im Gewichtwerfen, Speer-, Diskus und Hammerwurf an. „Hier und da wäre auf Grund der Meldeergebnisse der Konkurrenz Bronze drin, vielleicht auch Silber im Gewichtwerfen. Die Konkurrenz ist deutlich stärker als in Daegu 2017, da seinerzeit für manche die Reisekosten für Daegu zu hoch waren,“ meint Reuschenbach, die sich wegen ihrer Achillessehnenbeschwerden nur sehr schleppend auf die WM vorbereiten konnte. Ein Nachteil auch, dass es sie kurz vor der WM beruflich noch nach Jakarta verschlägt. Wurftechnisch, so Reuschenbach, sollte es ganz gut klappen, besonders im Diskus und Speer. Der DM Auftritt in Halle, der nicht ihren Vorstellungen entsprach, ist abgehakt. Jetzt hat Reuschenbach neue Ziele im Visier.

Für Margret Göttnauer, die noch nie bei einer Hallen-WM mit integrierten 10 km Lauf gelaufen ist, beginnt die WM mit dem Crosslauf über 8 km, eigentlich für einen Crosslauf zu lang. „Der Kurs ist anspruchsvoll. Das liegt mir“, sagt die deutsche Crosslauf-Vizemeisterin und schielt dabei schon nach einer vorderen Platzierung. Im Halbmarathon ist die Konkurrenz stark und in der Lage 1:39 Std. zu laufen. Göttnauer läuft um die 1:46 Std.

In der Vorbereitung ist es ihr nach ihrer Einschätzung gelungen, das Trainingspensum auf die doch unterschiedlichen Streckenlängen gut unter einen Hut zu bringen. Inhalt der Vorbereitung – 5 km Tempoläufe, Bahntraining über 400 m, lange Läufe über 15 – 21 Kilometer. Das hat sich zum Ende auf eine Trainingsleistung von 50 – 60 km pro Woche summiert.

Arne Reuschenbach startet im Crosslauf und über die 10 km Strecke beim Straßenlauf. Für ihn heißt es Erfahrung auf internationaler Ebene zu sammeln und sich im Rahmen seiner persönlichen Bestleistungen zu bewegen, wobei das auf der Cross-Strecke schwierig ist.

Auch für Brigitte Lemence zählt das Dabeisein. "Ich habe noch nie einen Fünfkampf in der Halle bestritten. Mir geht es darum, im Rahmen des Wettbewerbes einige persönliche Bestleistungen aufzustellen", erklärte die Sulzbacherin. (rmü)