LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain holt Medaille: Das Glück der Tüchtigen

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 26.1.2017:

Hendrik Becker, Steffen Trenk, Kai Strauch und Milan Zengeler (v. links) holten Bronze für die LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain.


























Kalbach.

So stand nur eine Medaille auf der Habenseite. Die Männer der LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain gingen über 4x200 m als Titelverteidiger auf die Bahn, doch war nach der Neuformierung des Quartetts klar, dass es mit einem erneuten Sieg nichts werden würde. Das Team in der Besetzung Hendrik Becker, Steffen Trenk, Kai Strauch und Milan Zengeler zeigte vollen Einsatz und wurde nach 1:32,64 min. mit Bronze belohnt. Mit Milan Zengeler und Hendrik Becker waren zwei A-Jugendliche dabei, Zengeler hatte noch eine Oberschenkelverletzung auskuriert. Steffen Trenk und Kai Strauch hatten die Einzel-Rennen über 200 Meter in den Beinen. Als Trenk bei der Stabübergabe von einem Wiesbadener Konkurrenten ausgebremst wurde, schien das Edelmetall in weite Ferne gerückt. Am Ende hatte die LG BSN das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite und setzte sich im Kampf um Bronze mit 0,78 Sekunden Vorsprung gegen der Männer der Startgemeinschaft TG Camberg-TSG Wehrheim durch.

Staffelmitglied Kai Strauch (LG BSN), eigentlich ein 400-m-Spezialist, erzielte auf der Hallenrunde über 200 m als Fünfter in 22,47 sec. einen Hausrekord. Der Niederhofheimer Johannes Nortmeyer (Königsteiner LV) stürmte als Jugendlicher bei den Männern in 22,96 sec. auf Rang acht. Für Steffen Trenk (LGBSN) zeigte die Stoppuhr 23,28 sec. (10.).

Ein echter Überraschungs-Coup gelang dem Kelkheimer Christian Brunnenberg (KLV) über 400 m. Der A-Jugendliche düpierte alle älteren Männern und holte sich in 51,31 sec. den Titel. Schon nach der erste Runde war klar, dass es keine ganz schnelle Zeit geben würde. Brunnenberg lief taktisch klug und kämpfte sich auf der Zielgeraden an Steffen Schattner (Wiesbadener LV/51,36 sec.) ran und noch vorbei.

Ebenfalls noch eine Hessen-Urkunde gab es für Hendrik Becker (LGBSN/52,68 sec.) auf Rang fünf und Stefano Butifar (TuS Kriftel/54,12 sec.) auf Position acht. Beide Langsprinter gehören noch der A-Jugend an. Dies trifft auch auf Sebastian Buschbeck (Wiesbadener LV) zu. Der Kelkheimer stellte über 1500 m als Sechster mit 4:01,61 Minuten eine neue Hallenbestzeit auf und unterbot damit die DM-Norm. An der schrammte der Liederbacher Patrick Hessami (KLV/noch A-Jugend) mit seinen 1:59,412 min. über 800 m (7.) nur knapp vorbei. Etwas länger war Sebastian Bienert (LG BSN) mit 9:05,36 Minuten (6.) über 3000 Meter unterwegs. Eric Wallrabenstein (TV Okriftel/Jugend A) stürmte in 8,89 sec. über die 60 m Hürden (7.), war im Vorlauf mit 8,56 sec. jedoch etwas flotter unterwegs. Seine Vereinskollegen Marc Seelmann und Andre-Christoph Miebes meisterten beim Hochsprung 1,75 m (5.) bzw. 1,70 m (6.).

Bei den Frauen war aus lokaler Sicht eine 4x200m-Staffel der LGBSN (Eileen Müller, Vivien Wagner, Hannah Müller, Alessa Honetschläger) am Start, die mit 2:00,50 min. Rang sechs belegte. Einen tollen Auftritt hatte im Weitsprung Anke Kettermann-Lang (KLV), mit Jahrgang 1981 die „älteste“ Springerin im Feld. Die Kelkheimerin, immerhin schon Altersklasse W-35, zeigte mit der neuen Bestmarke von 5,27 m (12.), dass sie zu den besten Weitenjägerinnen ihrer Altersklasse in Deutschland gehört.
(jp)


FM