LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Kreis- und Vereinsrekorde 2018

Wenn es nicht noch einige unserer AthletInnen in die südliche Halbkugel verschlägt und sie dort in wärmeren Gefilden auf Rekordjagt gehen oder nicht noch einige besonders schnell bei herbstlichen oder winterlichen Straßenläufen unterwegs sind, kann man die diesjährigen Vereins- und Kreisrekorde der LG BSN guten Gewissens schon jetzt bilanzieren. Es wurde ja im Laufe der Saison im Rahmen der Berichterstattung über die verschiedenen Wettkämpfe auch immer darauf hingewiesen, wenn eine Leistung so gut war, dass man ihr das Etikett Vereins- oder gar Kreisrekord verpassen konnte.

An dieser Stelle soll daher nicht nochmal ins Eingemachte gegangen werden, sondern nur kurz alle saisonalen Rekorde zusammengefasst aufgelistet werden.
Mit 3 Kreis- und 13 Vereinsrekorden (einschl. der 3 KR) fällt die Ernte ähnlich aus wie im Vorjahr (2 KR/13/VR). Wenn es in den Jahren davor manchmal optisch besser aussah (z.B. 2016 mit 11 KR und 20 VR oder 2015 mit 7 KR und gar 29 VR), dann lag das oft daran, dass es z.B. Änderungen bei den Wurfgewichten in den einzelne Altersklassen oder bei den Zusammensetzungen der Block-Mehrkampfdisziplinen gab (so dass es dann neue Rekordlisten gab) oder einzelne Disziplinen in einzelne Altersklassen zum ersten Mal überhaupt bestritten wurden. Oder Athleten haben in einer Saison einen Rekord mehrmals verbessert – wie z.B. Kai Strauch, der 2015 den 400m Kreisrekord in der m U 20 allein 4 Mal auf neue Leistungslevel brachte. Und – ganz bedeutsam – viele Rekorde haben über die Jahre aufgrund der Stärke unserer AthletInnen eine Qualität erreicht, die es schwer macht, diese Leistungen weiter zu verbessern. Gleichwohl ist in vielen Disziplinen noch viel Luft nach oben, vor allem in den sog. technischen Disziplinen – aber das ist wieder ein anderes Thema.

Den Anfang auf der Rundbahn machte gleich bei der Neuenhainer Bahneröffnung Neela Szangolies (W 10), die über 800m die bereits 13 alte bisherige Vereinbestmarke von Julia Werntges aus dem Jahre 2005 um fast 7 volle Sekunden auf 2:47,42 verbesserte. Neela sorgte dann auch beim Saisonfinale für den passenden Schlusspunkt, als sie sich noch einmal deutlich verbesserte und die alte Bestmarke im Kreis von Camilla Küver (TSG Niederhofheim/2:44,19) aus dem Jahre 2013 um rd. 1,5 Sek auf 2:42,84min drückte.

In ganz anderen Dimensionen bewegte sich Frank Wiegand, der schon im März bei den Deutschen 100km-Meisterschaften unendlich lange unterwegs war und den alten Vereinsrekord über 100km der Männer (9:11:39 – Werner Schauss 1991) um über eine Stunde auf 8 Stunden, 12 Minuten und 42 Sekunden verbesserte.

Die anderen beiden Kreisrekorde wurden ebenfalls auf Laufstrecken erzielt. Kai Strauch lief im Mai die 400m bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften (bei denen er die Bronzemedaille holte) in 48,23 und war damit um 1/10 Sekunde schneller als Christian Haag (48,33 in 1994, damals noch TV Lorsbach). Christian wiederum wechselte später zur LG BSN, lief dann 1998 in Bruchköbel Vereinsrekord (49,63), den ihm später aber auch wieder Kai abnahm, als er mit 48,67 im vergangenen Jahr in Pfungstadt eine neue Vereinsbestmarke aufstellte.

Eileen Kessler, die im Mai in Sulzbach bei den Kreismeisterschaften den 1500m-VR bei der w U 20 erstmals aufstellte (5:42,43), lief zum Ende der Saison im September in Rodenbach die 10km auf der Straße in 50:44 Minuten und war damit auf Kreisebene schneller als die Schwalbacherin Mareike Haueisen, die 2012 51:32 gelaufen war.

Die weiteren Vereinsrekorde:

Anne Reuschenbach im Dreisprung der Frauen (gleich 3x : Anfang Mai erst 10, 17, dann 10,18 und Ende Mai dann bei den Regionalmeisterschaften 10,26)

• Die 4x100m-Staffel der Männer(Ermias Abrhaley, Steffen Trenk, Hendrik Becker, Kai Strauch) mit 42,66 bei den Kreismeisterschaften (KM) im Mai in Sulzbach

Leeloo Pruy (W 15) mit 13,01 über 80m Hürden bei den KM im Mai in Sulzbach

Johanna Richardson (W 15), die ja recht vielseitig aktiv ist, gleich zweimal - mit 30,66 im Speerwurf beim Jugendsportfest im September in Sulzbach und mit 1737 Pkt. im Vierkampf bei den KM im Mehrkampf im September in Hofheim.

Insgesamt also eine recht ordentliche Bilanz. Sie hätte aber durchaus noch besser ausfallen können, wenn die eine oder andere Wettkampfmöglichkeit gezielt genutzt worden wäre. Aber es wird ja auch im nächsten Jahr wieder eine Freiluftsaison geben.

FM