LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Erstmals unter acht Sekunden – die U 12 beim Herbstsportfest in Sulzbach


Am Ende eines Sommers, der kein Ende nehmen zu wollen scheint, fand am 8. September das Kreis-Herbstsportfest in Sulzbach statt, das als Sichtungswettkampf für den Kreisvergleichskampf Ende September in Bruchköbel dient. Aus der Sicht der LG BSN darf vorweggenommen wer¬den, dass die Leistungen unsere Kinder nicht nur den Kreisjugendwart Kim Fischer zu überzeugen wussten.

Obschon er „nur“ Dritter wurde, hat Leo Burns (M11) es geschafft: Als erster aus der U12-Trainingsgruppe blieb er über 50 Meter in 7,98 Sekunden unter der Schallmauer von acht Sekunden. Sein Bruder Max gewann die Wertung in der M10 in korrigierten 8,00 Sekunden, die elektronische Anzeige im Stadion blieb bei 7,99 Sekunden stehen. Neela Szangolies (W10), vor einer Woche bei den Kreiseinzelmeisterschaften verhindert, gewann in ihrer Altersklasse in 8,12 Sekunden. Leo und Max liefen in der Kreisstaffel zusammen mit Maxim Baumann und Jonas Dietzel von der LG Eppstein-Kelkheim die 4x50 Meter in sehr guten 29,39 Sekunden zum ungefährdeten Sieg, aber unsere zwangsläufig etwas geschwächte LG-Vereinsstaffel mit Maximilian Bönnen, Tom Pankratz, Bruno Heisig und Fabian Lenz erzielte mit 30,98 Sekunden trotzdem die beste Zeit einer LG-Staffel in dieser Saison. Das die Kreisstaffel der Mädchen in guten 30,72 Sekunden mit flüssigen Wechseln ebenfalls überzeugte, ist bei der starken Besetzung – Emma Simon (LG Eppstein-Hornau), Neela Szangolies, Theodora Bijelic und Helen Petri – wahrlich kein Wunder.

Bei den Jungen der Altersklasse M11 ereignete sich beim Herbstsportfest etwas Bemerkenswertes: Zum ersten Mal seit Jahren gab es beim Schlagballwurf einen ersten und drit¬ten Platz für die LG BSN. Marc-Kilian Leonhardt warf je zweimal die Siegerweite von 41,50 Meter, und auch die 37,50 m vom Drittplatzierten, Fabian Lenz, können sich sehen lassen. Bei den Jungen hat die LG BSN beinahe durchweg Anschluss an die Besten im Main-Taunus-Kreis gefun¬den.
Dies gilt auch für einen unserer erfolgreichsten Athleten des Tages, Max Burns, der mit 35,50 Meter Dritter im Schlagballwurf wurde. Dafür gewann er mit 3,91 Meter den Weitsprung der M10, den 800-Meter-Lauf ließ er, von einer Erkältung noch nicht restlos genesen, aus. Sein Bruder Leo, Dritter der M11, sprang übrigens 3,88 Meter.

Am weitesten sprang Neela Szangolies mit 3,98 Meter, was in der W10 den Sieg bedeutete- nur 2 Zentimeter von der Vier-Meter-Marke und nur 4 Zentimeter vom Vereinsrekord entfernt. Ihre Staffelkameradin Helen Petri (4. Der W11-Wertung) sprang mit 3,75 Meter persönliche Bestweite.
Die abschließenden 800-Meter-Läufe hatten es in sich. Im ersten Lauf der Mädchen versuchte Neela auf den Rat ihres Trainers hin, den Kreisrekord von 2,44,19 Minuten anzugreifen oder jedenfalls diesem so nahe wie möglich zu kommen. So lief sie von vorne entschlossen an und passierte die 400 m zur Begeisterung der Zuschauer in einer Zeit um die 79 Sekunden; leider wurde dieses Wagnis nicht belohnt, so dass Neela schließlich, im Schlussspurt knapp geschlagen, in 2:48,14 Minuten als Zweite einkam. Als Dritte und Siegerin der W11 erreichte Isa-Marie Todt nach 2:54,76 Minuten in persönlicher Bestzeit das Ziel.

Auch beim Rennen der Jungen war das Ziel hoch gesteckt, nahm sich Leo Burns einen Angriff auf die 2:40 Minuten vor. Obwohl er zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg kam, war er mit seiner Zeit von 2:46,28 Minuten nicht vollauf zufrieden; es ist immer eine undankbare Aufgabe, alleine vor dem Feld ohne direkte Gegner oder Tempomacher eine Bestzeit zu laufen. Der Drittplatzierte dieses Laufs bescherte uns dafür eine kleine Sensation: Ruven Schreiber trat mit einer persönlichen Bestzeit von 3:16 Minuten an, und es schien naheliegend, ihn einfach unauffällig eine ordentliche Zeit rennen zu lassen. Überraschenderweise wirkte er bei 500 Meter so frisch, dass er, von seinem Trainer zur Tempoverschärfung ermuntert, die letzten 300 Meter ungemein offensiv nahm und in 2:58,82 Minuten den 3. Platz er¬reichte. Damit hat er sich seit den Bundesjugendspielen um 17 Sekunden verbessert und wurde obendrein noch Sieger in der M10-Altersklassenwertung.
(Peter Conrad)

FM