LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Bahneröffnung der LG BSN - Vereinsrekord für Neela Szangolies über 800m

Es kam zwar am Anfang der eine oder andere Regentropfen von oben, aber letztlich setzten sich Sonne und blauer Himmel durch. Entsprechend profitierten dabei auch die Leistungen der 56 AthletInnen der LG BSN bei der Bahneröffnung am Sauerborn am 29.4.18.

Es war eine erfreulich hohe Zahl der LG BSN, die sich am Start der Laufdisziplinen einfanden, Sprünge und Würfe waren nämlich nicht ausgeschrieben. Im Angebot waren die kurzen Strecken – 50m und 75 m bei den jüngeren Schülern und 100m-400m sowie die Staffeln bei den Jugendlichen und Erwachsenen. Dazu eine Mittelstrecke (800m) und eine Langstrecke (3000m). So konnte das Programm straff durchgezogen werden. Und auch die gut bestückte Kuchentheke trug zu der guten Stimmung auf den Rängen bei.
Auch auf der Bahn und dem Rasen (der ja gerne zum ein- und Auslaufen genutzt wird) merkte man den AthletInnen an, dass sie sich freuten, dass es nun wieder draußen richtig losgeht. Die Älteren nahmen den Schwung aus dem Trainingslager an der Adria mit, viele der Jüngeren nahmen zum ersten Mal überhaupt an einem Wettkampf teil.

Die Resultate waren insgesamt recht ansprechend, denn schon zu Beginn der Saison gab es insgesamt 23 neue Platzierungen in der Ewigen Bestenliste der LG BSN, davon allein 15 bei den Schülerinnen und Schülern der Altersklassen U 16 und jünger. Und das, obwohl eben nur einige Laufdisziplinen auf dem Wettkampfplan standen. Dazu noch eine sehr, sehr große Zahl von persönlichen Bestleistungen. Insgesamt gab es dabei 15 Siege für die LG BSN. Ein erstes Anzeichen dafür, dass die Trainerinnen und Trainer der LG BSN im Winter gute Arbeit geleistet haben.

Es gab auch schon gleich den ersten Vereinsrekord in 2018 - die zehnjährige Neela Szangolies lief die 800m in 2:47,42 und verbesserte dabei die bereits 13 alte bisherige Bestmarke von Julia Werntges aus dem Jahre 2005 um fast 7 volle Sekunden.

Sehr gut auch die Sprintleistungen bei den Männern. Steffen Trenk knüpfte nach einem wegen vieler Verletzungen eher durchwachsenen Jahr 2017 wieder an bessere Zeiten an – im doppelten Sinne. Er gewann die 100m in sehr guten 11,20 vor Kai Strauch, der mit 11,25 persönliche Bestzeit PB lief. Den Vereinsrekord (VR) hält hier Steffen mit 11,04 seit 2015. Für 400m-Meter-Mann Kai dienen die ersten Wettkämpfe hauptsächlich dazu, die Grundschnelligkeit zu stärken, um dann später für die harte Stadionrunde vorbereitet zu sein. Über 200m drehte Kai den Spieß dann um und gewann mit 22,38 - auch das ist PB und gleichzeitig Platz 2 in der ewigen Vereinsbestenliste (VBL). Steffen lief mit 22,84 (bei – 1,9 Gegenwind) auf Platz 2 ins Ziel – eine Zeit, die er im vergangenen Jahr nicht erreichen konnte. Auch über 200m hält Steffen mit 22,02 den VR.

Bemerkenswert die 3000m-Leistung von Eileen Müller bei den Frauen. Eileen ist ja hauptsächlich als Trainerin im Schüler- und Jugendbereich tätig. Ansonsten war sie bisher eher auf kürzeren und mittleren Strecken unterwegs. Nun also mal die 3000m. Und ihre 12:28,26 Minuten brachten sie gleich auf Platz 9 der ewigen VBL. In dieser Disziplin hatte es seit 2014 überhaupt keine Bewegung mehr gegeben. Den VR hält seit 2014 Gabi Baltruschat mit 11:04,92. Die Hälft der Top 10-Leistungen stammt hier noch aus dem letzten Jahrhundert.

Bei den B-Jugendlichen (U 18) machte Johann Reiter auf sich aufmerksam. Johann lief die 200m in 26,04, was den 2. Platz bedeutete, und schob sich damit auf Rang 8 der VBL. Auch mit der siegreichen 4x100m Staffel (zusammen mit Tim Trappmann, Till Müller und Leo Kohlhepp) liegt er nun auf diesem VBL-Platz – Zeit : 50,34.
Den VR hält hier das Quartett Fabian Hromadka, Fabius Hobler, Kilian Gautsch und Nico Best seit 2011. Damals gewannen die Vier bei den Hessischen Meisterschaften in Kassel mit 45, 67 die Silbermedaille.

Einige 800m-LäuferInnen hielten sich noch sichtbar zurück und starteten meistens „eine Etage tiefer“ – nicht ohne Erfolg. Patrycja Krause, die bei den Hessischen Hallenmeisterschaften über 800m als Sechste einkam, lief 400m und schob sich mit ihrer Siegeszeit von 62,86 auf Platz 9 der VBL der Frauen. Ähnlich Anne Gaugel (U 18). Auch sie startete über 400m und schob sich mit 64,60 (Rang 2 hinter einer starken Läuferin aus dem pfälzischen Friedrichsthal – 58,63) gerade noch unter die ersten 10 der VBL. Till Müller (M 15), der in der Hallensaison gleich in 2 Altersklassen 800m neue Vereinsbestmarken gesetzt hatte, lief die 300m (M 15 läuft ja bekanntlich noch keine 400m) und auch er landete mit seiner Zeit von 41,60 (Platz 4 im Wettbewerb) unter den ersten 10 der VBL seiner Altersklasse. Vereinsrekordler ist hier Steffen Trenk, dessen 37,87 aus dem Jahre 2009 auch gleichzeitig Kreisrekord bedeuten.

Die beste Leistung bei den U 16 Schülerinnen lieferte die 4x100m-Staffel ab. In der Besetzung Mirja Wagner, Leeloo Pruy, Eva Wagner und Johanna Richardson lief sie sich mit der Siegeszeit von 53,26 auf Platz 3 der VBL. Auch hier ist der aktuelle Vereinsrekord gleichzeitig Kreisrekord und auch schon etwas älter, was ja meistens auf eine gute Rekordqualität hinweist. Leonie Heidemann, Fee Müller, Denise Wagemans und Lena Naumann liefen 2009 mit 50,66 in Alsfeld zur Hessenmeisterschaft

Das heutige Quartett ist sicherlich noch recht steigerungsfähig, wie auch die Einzelergebnisse zeigen. Alle vier waren über 100m bzw. 300m unterwegs. Dabei nahmen alle außer Leeloo Pruy beide Disziplinen In Angriff. Johanna Richardsons 13,55 über 100m (2. Platz) brachten sie auf Rang 7 und ihre 300m-Siegeszeit von 45,61 auf Rang 6 der VBL.
Rekordhalterin (und Kreisrekordlerin) in beiden Fällen ist Lena Naumann, die 2009 12,35 bzw. 41,53 lief. Lena ist auch 9 Jahre später immer noch aktiv und besser denn je. Sie startet ja seit einigen Jahren für das LT DSHS Köln. Zum Saisonstart war sie jetzt mit ihrem Verein in Leverkusen auf den sog. Unterdistanzen am Start und lief die 300m in bemerkenswerten 38,48.

Leeloo Pruy steigerte sich bei ihrem Sieg über 100m auf 13,46 – Platz 6 in der VBL. Eva und Mirja Wagner liefen die 100m – wie es sich für Zwillinge gehört – jeweils in 13,75 und belegten damit gemeinsam Platz 3. Und auch über 300m liefen sie nicht weit auseinander ins Ziel – 46,14 für Mirja (Platz 2) und 46,43 für Eva (Platz 3). Die Zwillinge haben sich auf beiden Strecken enorm gesteigert. Über 100m blieben sie beide zum ersten Mal unter 14 Sek und über 300m haben sie sich um rd. 8 Sek. verbessert. Johanna hatte übrigens 2017 noch eine Zeit von 14,99 über 100m stehen. Da ist in allen Fällen im Winter sehr, sehr gut gearbeitet worden - und wir stehen erst ganz am Anfang der Saison!

In der Klasse W 12 bestätigte Eliska Uncovska über 800m ihren guten Eindruck aus der Halle. 2:47,45 bedeuten zum einen eine Steigerung gegenüber ihrer Hallenzeit um rd. 6 Sek. und zum anderen sowohl Platz 6 in der Gesamtwertung des Wettbewerbs (in der Jahrgangswertung belegt sie Platz 4) als auch der VBL. Über 800m konnte auch ihr Altersgenosse Robin Bansleben (M 12) vorne mitmischen. 2:49,54 bedeuten Platz 2 im Rennen und Rang 9 in der VBL. Jan-Hendrik Schuster (M 12) lief 11,19 über die 75m-Strecke, was ihm Platz 4 in der U 14-Wertung einbrachte - in der üblichen Jahrgangswertung hätte er das M 12-Rennen gewonnen. In der M 12 VBL liegt er nun auf Rang 9.

Auch die Schülerinnen und Schüler der U 12 Altersklassen setzten ihren bereits im Winter erkennbaren Aufwärtstrend fort. Beide 4x50m Staffeln drangen zeitmäßig in die Top 10 vor. Die Jungs in der Besetzung Timon Knick, Max Bönnen sowie Max und Leo Burns liefen bei ihrem Sieg 31,75 und belegen nun Platz 6 in der VBL. Bei den Mädchen waren sogar 3 Staffeln der U 12 am Start – das gab es seit vielen, vielen Jahren nicht mehr. Helen Petri, Theresa Hungbaur, Anik Eser und Neela Szangolies stießen mit 32,31 auf Platz 6 der VBL vor. Die zweite Staffel mit Julia Matosek, Elisa Nägel, Lisa Tonians und Nina Simoneit verpasste mit 33,54 ganz knapp den Eintritt in die „Bel Etage“ der Top 10 – 33,49 hätten es sein müssen. Die dritte Staffel mit Chiara Pape. Lizzi Holz, Eileen Rödel und Rieke Niedworok lief nach 39, 54 Sekunden durch das Ziel.


In den Einzeldisziplinen lieferte Neela Szangolies nach ihrem furiosen 800m-Lauf mit 8,08 über 50m eine weitere Spitzenzeit ab – Platz 3 in der VBL. Sie siegte auch in der Gesamtwertung der U 12 gegen immerhin 15 Mitkonkurrentinnen, von denen 8 dem älteren Jahrgang angehören. Bei den Jungs schaffte das Brüderpaar Leo und Max Burns (M11 bzw. M 10) jeweils über 800m den Sprung unter die Besten der LG BSN. Leo lief bei seinem Gesamtsieg bei den U 12 mit 2:43,09 eine Zeit, die ihn auf Platz 4 vorrücken ließ. Max mit 2:29,32 (Platz 5 in der U 12-Wertung) liegt nun auf Platz 8.
der VBL. Bei einer Jahrgangswertung, was normalerweise bei Wettkämpfen üblich ist, wäre Max auf Platz 2 einer M 10-Wertung gelandet.

Auch wenn es nicht zu Einträgen in die VBL langte so gab es noch eine ganze Reihe weiterer guter Leistungen und Platzierungen. Über 75m der m U 14 landeten Henry Broj, Robin Bansleben und Conrad Apweiler auf den Plätzen 3 sowie 5 und 6. Neben Neela Szangolies konnten über 50m der w U 12 auch Theresa Hungbaur, Helen Petri und Anik Eser mit den Plätzen 4-6 vordere Ränge belegen. Yannick Risto (M 11) verpasste auf Platz mit 2:54,57 knapp die Top 10 der VBL über 800m.

Im 100m Lauf der w U 18 belegten Tara Heurung und Paulina Risto zeitgleich in 13,83 den 2. Platz, Natascha Unglaube (13,92) wurde 5. und Christian Richter (14,33) Sechste. Tara wurde auch über 200m mit 28,50 Zweite. Neben Anne Gaugel liefen auch Paulina Risto, Christina Richter und Natascha Unglaube die 400m bei den w U 18 und landeten auf den Plätzen 3-5. Johann Reiter und Tim Trappmann kamen im 100m-Lauf der m U 18 mit 12,81 bzw. 12,94 auf den Plätzen 4 und 5 ein. Johann Reiters 2. Platz über 200m wurde schon erwähnt, Tim belegte mit 26,27 Platz 4.

Bei den Männern gab es einen Sieg von Sebastian Bienert über 3000m sowie dritte Plätze für Hendrik Becker über 100m und 200m. Paula Wendt, Naomi Heidrich und Ellise Meyer landeten im 100m Lauf der Frauen auf den Rängen 2, 4 und 5. Paula und Ellise wurden zudem 2. und 3. über 200m. Zusammen mit Silke Dittombée liefen die drei auch eine vielversprechende Staffelzeit von 51,82 über 4x100m.

Man kann wirklich von einem sehr gelungenen Saisonauftakt sprechen. Am kommenden Wochenende gilt es nun, die gezeigten Leistungen bei den Kreismeisterschaften zu bestätigen oder sogar zu verbessern.

FM