LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Kinderleichtathletik U12: Auch beim Kreiscross auf der Erfolgsspur

Der Walter-Eifert-Crosslauftag 2018 wird mindestens aus zwei Gründen in lebhafter Erinnerung bleiben: Zum einen haben wir noch kein derart matschiges Rennen gesehen, was nach dem Wetterpotpourri des zu Ende gegangenen Winters – erst zwei Monate Dauerregen, dann ein Monat Dauerfrost, gefolgt von jähem Temperaturanstieg – eigentlich nicht verwundern kann; zum anderen hat die gegenwärtige Grippewelle zu einer ganzen Reihe von Absagen geführt, und das nicht nur bei unserer Trainingsgruppe.
Viel gewichtiger in der Erinnerung ist die Tatsache, daß die Kinder der U12 an die guten Leistungen bei den Kreishallenmeisterschaften in Kalbach mehr als nur anknüpfen konnten: Die personell, wie gesagt, ausgedünnte Gruppe hat es fertiggebracht, insgesamt fünf Kreismeistertitel zu erlaufen. Doch der Reihe nach.

Der erste Lauf der weiblichen U12 über die 950-m-Runde ging noch bei am wenigsten schwierigen Bedingungen vonstatten: Neela Szangolies kam als Gesamtzweite in sehr guten 3:46 min ungefährdet zum Kreismeistertitel der W10; und weil ihre Manschaftsgefährtinnen Theresa Hungbaur (2. W11 Kreis / 7. Gesamt) und Julia Matosek (3. W11 / 8.) weit vorne einliefen, holte das Trio obendrein die Mannschaftswertung der U12 im Kreis. Damit hat Neela schon zum dritten Mal in ihrer noch jungen Karriere eine Kreiseinzelmeisterschaft gewonnen und hat einmal mehr ihr herausragendes Talent unter Beweis gestellt. Als konzentrierte Trainiererin und nervenstarke Wettkämpferin wird sie fraglos noch für Schlagzeilen sorgen in diesem Jahr; man darf auf ihre 800-m-Zeiten gespannt sein. Antonia Wagemann (6. W10 / 19.), Elisa Nägel (9. W11 / 21.) und Helen Petri (12. W11 / 28.) kämpften sich ebenfalls tapfer durch bis ins Ziel.

Bei den Jungen in der U12 hatte stärker als bei den Mädchen die Influenza zugeschlagen, waren doch mehr Ausfälle als Teilnehmer zu verzeichnen; prominentestes Grippeopfer war 800-m-Kreisrekordler Leo Burns. Erschwerend für die männliche U12 kam hinzu, daß in ihrem Lauf zwei Runden zu 950 m zu laufen waren, was nicht nur doppelt so weit war wie im Mädchenrennen, sondern durch das tiefe Geläuf zu einem kräftezehrenden Ausscheidungsrennen wurde. Ben Kretschmer lief am Ende seiner Kräfte nach ausgezeichneten 8:08 min als Gesamtdritter ein und wurde damit Kreismeister der M11. Ben hat sich mittlerweile zu einem vielseitigen Athleten entwickelt und ist eine große Nachwuchshoffnung der LG BSN. Neun Sekunden später kam direkt nach ihm der erstaunlich tapfer laufende Max Burns ins Ziel und wurde mit dem Kreismeistertitel der M10 belohnt. Max ist der jüngere Bruder von Leo Burns und versetzt bei Training und Wettkampf regelmäßig alle Zuschauer in hellste Begeisterung durch seine unglaubliche Schnelligkeit; jetzt hat er auch bewiesen, daß er eine vorzügliche Tempoausdauer besitzt. Seine Leistung ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, daß er nach dem Wettkampf offenbar selbst vom Grippevirus befallen wurde, klagte er doch über Kopfweh und Abgespanntheit. Man darf gespannt sein, was er noch so alles zu leisten vermag in der Saison 2018. Sehr erfreulich waren auch die Ergebnisse von Carsten van de Kamer (8. M10 / 16.) und Max Kölmel (9. M10 / 17.), die ebenso konzentriert wie konstant liefen und sich vom Matsch nicht ins Bockshorn jagen ließen. So war es nur folgerichtig, daß Ben, Max und Carsten die Mannschaftswertung der U12 gewannen.

In der U12 hat sich die LG BSN mithin eine führende Stellung im Main-Taunus-Kreis erarbeitet, wenn es um längere Läufe geht. Dies liegt bestimmt nicht in erster Linie daran, daß wir beim Walter-Eifert-Crosslauftag ein Heimspiel haben.

Abschließend soll noch davon berichtet werden, daß auch in der U10 drei Mädchen ihren ersten Crosslauf überhaupt bestritten haben. Malin Nägel (7. / 11.) und Matilda Born (13. / 23.) wurden in der Altersklasse W9 gewertet, und die jüngste von ihnen, Nora Nägel wurde im Lauf der weiblichen U10 als Gesamtzwölfte sogar Kreisvizemeisterin der M8. Teilweise nehmen sie schon am Training der U12 teil, und es darf als sichere Wette auf die Zukunft gelten, daß sie noch von sich reden machen werden – nicht erst in der U12.
( Peter Conrad)
FM