LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Bronze für Kai Strauch über 200m bei Hessenmeisterschaften

Er war mit 22,50 nicht ganz so schnell wie im vergangenen Jahr an gleicher Stelle in Frankfurt Kalbach, als er seine PB mit 22,47 lief. Aber diesmal wurde Kai Strauch nicht Fünfter, sondern holte die Bronzemedaille bei den Hessischen Hallenmeisterschaften (Aktive/U 16) am 21./22.1.2018, womit nicht unbedingt zu rechnen war. Liefen doch im großen Feld (18 TN) neben Sieger Mustafa al Muhsin (Sprintteam Wetzlar) und Lars Hieronymi (Friedberg-Fauerbach) auch noch so renommierte Sprinter wie Florian Daum und Lukas Sandmann (beide ebenfalls vom neu gegründeten Sprintteam Wetzlar) um die Medaillen. Beide konnte Kai aber knapp hinter sich lassen. Er hatte zudem noch den Nachteil, dass er in seinem Zeitlauf (es gab keine Vor- und Endläufe) überhaupt nicht gefordert wurde und im „Alleingang“ hochüberlegen mit 1,5 Sekunden (keine Zehntel, volle Sekunden!) gewann, während die beiden Erstplatzierten sich in einem anderen Lauf im direkten Duell gegenseitig zu Höchstleistungen treiben konnten.

Es war zwar die einzige Medaille, aber die übrigen Ergebnisse der insgesamt 17 LäuferInnen der LG BSN (Springer und Werfer waren nicht am Start) konnte sich durchaus sehen lassen. Ermias Abrhaley kämpfte sich mit Klassezeiten von 7,22 und 7,18 über Vor- und Zwischenlauf ins 60m-Finale der Männer durch, wo er mit erneut 7,18 den 8. Platz belegte. Kai war ebenfalls über 60m am Start. Mit neuer PB von 7,18 schafft er es ebenfalls in den Zwischenlauf – mit 7,20 verpasst er den Endlauf dann sehr knapp. Und auch Steffen Trenk erreichte mit 7,34 den Zwischenlauf, in dem dann aber mit 7,61 Endstation war. Steffen hält übrigens seit 2015 die Vereinsbestzeit mit 7,08. Vierter im Bunde war Milan Zengeler, der als U 20-Jugendlicher hochstartete, aber keinen guten Tag erwischte und mit 7,52 im Vorlauf ausschied.

Immer für vordere Plätze sind die LG-Staffeln gut. Die 4x200m-Frauenstaffel trat gegenüber dem Vorjahr (6. Platz) in komplett neuer Besetzung an. Aber das hinderte Helena Broj, Silke Dittombée, Paula Wendt und Patrycja Krause nicht dran, nach einem recht kämpferischen Auftritt mit 1:50,29 auf Platz 5 zu laufen. Helena ist ja noch U 20, Silke hat sich nach Babypause und Verletzungen zumindest für die Staffeln zurückgemeldet, Paula ist studienmäßig aus Passau zurück und Neuzugang Patrycja Krause ist 800m-Läuferin – also eine recht interessante Mischung. Patrycja lief auch die 800m, wo sie mit 2:27,71 nicht nur Rang 6 belegte, sondern ihre gerade mal zwei Wochen alte Bestzeit um fast 4 volle Sekunden verbessern konnte. Sie liegt damit nun auf Platz 4 der Vereinsbestenliste (die Bestmarke hält Silke Dittombée seit 2015 mit 2:19,65).

Die 4x200m Staffel der m U 18 mit Johann Reiter, Till Müller, Tim Trappmann und Leo Kohlhepp lief ebenfalls ein beherztes Rennen. Das Quartett profitierte von der Disqualifikation von Eintracht Frankfurt und landete mit 1:45,45 auf Platz 4. Knapp einen Endkampfplatz verfehlte die 4x200m-Staffel der w U 18 mit Mirja und Eva Wagner, Christina Richter sowie Natascha Unglaube, die nach 1:56,40 auf Platz 9 einkam.

Langstreckler Sebastian Bienert war nach längerer Verletzungspause im Sommer noch nicht wieder auf dem Vorjahrslevel. Über 3000m der Männer landete er mit 9:19,87 auf Platz 10. Für Natascha Unglaube und Christina Richter (beide U 16) hingen die „Einzeltrauben“ diesmal noch etwas zu hoch. Für Natascha war über 60m trotz neuer PB mit 8,82 im Vorlauf Schluss und Christina konnte sich über 800m mit 2:51,36 nicht im Vorderfeld platzieren. Im Freien ist sie 2016 schon eine 2:34er Zeit gelaufen – das zeigt, wo sie wieder hin will.

FM